Trockene Haut

Trockene Haut: Ursachen und Abhilfe.

Kennen Sie das auch, wenn Ihre Schienbeine unter der Bettdecke anfangen zu jucken? Häufig passiert das zu Beginn der kalten Jahreszeit! Vor allem dünne Haut und Areale mit wenig Talgdrüsen gehören zu den Stellen, die als erstes zu jucken und zu schuppen beginnen. Warum ist das so? Und wie kann man nicht nur den Symptomen, sondern den Ursachen erfolgreich entgegenwirken? Erfahren Sie alles über die faszinierenden Hintergründe trockener Haut.

Was ist denn eigentlich eine trockene Haut? Wodurch macht sie sich bemerkbar? Und was passiert in der trockenen Haut?

Die Frage, ob unsere Haut eher zu Trockenheit neigt oder nicht, wird in der obersten Hautschicht – dem Stratum corneum, auch Hautbarriere genannt – beantwortet. Stellen Sie sich vor, wir hätten die Möglichkeit, ein Stück in Form eines Würfels aus unserer Haut herauszuschneiden, dann würden wir mit Blick auf eine der vier Seitenflächen des Würfels den Aufbau der Hautbarriere sehr gut erkennen können. Die oberste Hautschicht gleicht vom Aufbau her einer Mauer: die Zellen sind die „Backsteine“ und ein Gemisch aus unzähligen verschiedenen Lipiden ist der „Mörtel“. Und dieser „Mörtel“ quetscht sich normalerweise lückenlos zwischen den Zellen durch, im Fall von Trockenheit jedoch kommt es zu Lücken im „Mörtel“, sodass Feuchtigkeit durch die Lücken an den Zellen vorbei nach außen gelangen kann. Je größer die Lücken sind, desto mehr Feuchtigkeit entweicht und umso schneller trocknet die Haut. 

Wie entsteht trockene Haut? Welche Faktoren begünstigen die Entwicklung trockener Haut? 

Unsere Haut wird immer dann trocken, wenn die Prozesse zur Bildung von Talg und Wasser (in Form von Schweiß) gestört sind, z. B. als eine der Folgen bei Diabetes mellitus. In solchen Fällen reicht die gebildete Menge an „Mörtel“ nicht für die benötigte Menge, es kommt als Folge davon zu mehr oder weniger großen Lücken zwischen den „Backsteinen“, zusätzliches Wasser verdunstet: Die Haut trocknet Schritt für Schritt aus, wenn dagegen nichts unternommen wird.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit für eine trockene Haut erhöhen:

  • Generelle Hautalterung
  • Lichtbedingte Hautalterung, Sonnenbaden
  • Chemische Einflüsse
  • Bestimmte Medikamente 
  • Lifestyle (Ernährung, Alkohol, Zigaretten, etc.)
  • Jahreszeiten, Wetter, trockene Heizungsluft
  • … und vieles mehr!

Wie kann trockene Haut nachhaltig repariert werden? Welche Substanzen sind für die Reparatur der „Mauer“ besonders wichtig? Welche Rolle spielt die Ernährung? 

In den Leitlinien zur Behandlung von trockener Haut steht, dass man der trockenen Haut genau das zuführen sollte, was ihr fehlt: also Wasser und Substanzen, die im Talg enthalten sind (aus dem der „Mörtel“ hergestellt wird).

Wasser zum Wiederherstellen der normalen Hautfeuchtigkeit zieht nicht von alleine von außen in die Hautbarriere ein, das verhindern die Fette im Talg. Man benötigt deshalb Substanzen, die größere Mengen an Wasser binden und dies in gebundener Form in die Haut schleppen, also eine Art Wassertransporter. Die bekannteste dieser Substanzen ist wahrscheinlich Harnstoff (= Urea). Hunderte von wissenschaftlichen Artikeln bestätigen die wasserbindenden Eigenschaften von Harnstoff. Es gibt allerdings Substanzen, die dies um ein Vielfaches besser können als Harnstoff. Dazu zählen z. B. Panthenol, der Vorläufer von Vitamin B5 (Pantothensäure), oder Pentavitin®, das auch als Wassermagnet bezeichnet wird und in der Lage ist, selbst bei 40 % Luftfeuchtigkeit (das ist die Situation in einer Wüste) noch der Luft Wasser zu entziehen und dieses Wasser in der Haut zu binden. Wasser kann aber bei trockener Haut nicht die Lücken im „Mörtel“ schließen. Die Zufuhr von wasserbindenden Substanzen bei trockener Haut hilft zwar, ist aber nicht nachhaltig. Es kommt lediglich zu einem Gleichgewicht zwischen Austrocknen und Wasserzufuhr, das sich immer mal wieder in die eine oder andere Richtung verschiebt.

  • Wenn also die Zufuhr von Feuchtigkeit in Form von Wasser alleine nicht ausreicht, was benötigen wir dann noch? Welche Rolle kommt den sogenannten Ceramiden zu?

    Will man die Lücken im „Mörtel“ nachhaltig schließen, benötigt man Lipide, eine spezielle Gruppe von Fetten. Eine besondere Bedeutung beim Schließen der Lücken im „Mörtel“ kommt dabei offensichtlich den sogenannten Ceramiden (einer Untergruppe der Lipide) zu. So konnte gezeigt werden, dass diese Lipide für die Stabilität und die Reparatur der Hautbarriere – also der „Mauer“ – maßgeblich verantwortlich sind. Und für besondere Schaum-Cremes, die wiederum eine ausgewählte Gruppe von Lipiden inklusive dieser speziellen Ceramide (sog. hautverwandte oder biomimetische Lipide) enthalten*, konnte durch Studien nach Pharma-Standard gezeigt werden, dass die Lücken im „Mörtel“ bereits nach 4 Wochen nachhaltig geschlossen waren.

    So geht das also: nachhaltige Reparatur der Hautbarriere in nur 4 Wochen durch Zufuhr von wasserbindenden Substanzen UND hautverwandten Lipiden.

Was geht sonst noch? 

Natürlich kann man noch mehr gegen trockene Haut tun. Zunächst einmal sollte man nach Möglichkeit die Dinge meiden, die das Austrocknen der Haut verstärken können (z. B. zu häufiges Waschen und Duschen, Rauchen, Sonnenstudio etc.) und stattdessen aktiv etwas für seine Haut tun, z. B. durch eine „hautfreundliche“ Ernährung. Und die ist im Grunde ganz einfach: alle benötigten Produkte frisch und regional einkaufen sowie – und das ist das Wichtigste – alles selbst zubereiten. Achten Sie insbesondere auf die ausreichende Zufuhr von Obst und Gemüse, denn die darin enthaltenen Mikronährstoffe sind essentiell für die optimale Funktionalität aller Hautkomponenten. Und zu guter Letzt verzögert man dadurch auch noch die Hautalterung. Und das ist doch etwas, für das es sich lohnt, auf seine Ernährung zu achten, oder?

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